Fresh Breeze Flyke / Monster LC / Advance Epsilon 6

Mit dem Flyke unterwegs.

Ein kleiner Artikel über’s Flykewandern, die Sasion geht bald los, bald kann man wieder längere Flüge machen und vielleicht kann ich dem einen oder anderen etwas Mut machen sich auch mal aufzuraffen, ich freue mich schon wieder darauf.

Leider kommt es viel zu wenig vor, aber wenn, so ist das herrlich, das ich alleine mit dem Flyke unterwegs bin, meistens ist mein Schatz mit dem Wohnwägele  dabei, sicher die Bequemste Art des Flyke reisen und mit die schönste.

In diesem Fall ist es aber so dass ich die Planung nicht nur für mich sondern auch für meinen Schatz machen muss bzw. stark mit einbinden tue, das macht Sinn, oder, wir wollen ja den Mittag oder Abend zusammen verbringenJ.

Hier muss ich dann das Ziel auch erreichen, im Gegensatz zum allein unterwegs  geht es hin wohin man will und das ist das schöne.

Unter der Woche ist man nur eine Marionette und man muss das machen was andere Leute von einem wollen, auf meinen Touren bin ich dann der Chef und entscheide selber was abgeht und was ich der Lage entsprechend machen kann oder nicht.

Ich nehm zu diesen Ausflügen ein kleines Zelt mit, aufblasbares Kissen, Handtuch, Zahnbürste, Besteck, Öl, Trinkflasche, die nötigen Papiere und die ICAO Karten für die Region wo ich ev. hinkommen könnte, etwas zum trinken, Geld nicht vergessen.

Öl nehme ich mit weil, man bekommt nicht überall das gute Castrol RS2 und wenn dann auch nur in großen Gebinden, so kann ich gleich einen Liter von zu Hause mit nehmen. Dazu habe ich einen doppelten Getränke Halter hinter dem Sitz mit 2 Sigg Flaschen, die eine ist für Öl die andere für Trinken.

Das meiste geht in das leere Sitzkissen rein das mir Fresh Breeze bzw. die Dana extra mal gemacht hat J. Die kleinen Zeltstangen stecke ich in den Unteren Rahmen des Flykes  rein und sichere diese mit Klett.

Den Schlafsack klemme ich vor den Tank hinter dem Kopf und sicher diesen auch mit solche einem rundum Klett.

Meinem  Flyke sieht man es eigentlich nicht an das es aufgerüstet ist, da ich extra kleine, leichte Komponenten gekauft habe. So ist das Zelt gerade mal 800gr. Schwer, der Schlafsack genauso, ich glaube meine Ausrüstung wiegt zusammen gerade mal 2 Kilo.

Eine Planung der Route ist eigentlich überflüssig, das wichtigste ist das man weiß wie das Wetter die nächsten Tage wird und das ist ja in der heutigen Zeit der  Handys, PDA’s kein Thema mehr.

Morgens schaue ich noch die aktuelle Windrichtung an und entscheidet dann spontan wo‘s in etwa hingeht und ich ziehe mir dann einen Strich auf die Karte,  den Rest mache ich dann in der Luft mit meiner Sky Map Software im PDA. Wichtig ist hier das man sich an die Lufträume und Regeln hält, es ist etwas anderes unter der Woche Strecken zufliegen als an Wochenenden. Unter der Woche ist z.B. gerade die Bundeswehr recht aktiv.

Tankstellen werden früh genug aus der Luft ausgemacht, ich gehe lieber früher tanken, wenn ich etwas Gutes entdecke, wo man sicher landen und wieder starten kann, als auf den letzten Drücker, habe die Erfahrung gemacht das man dann unter Umständen viel Radeln muss J.

Die Autobahn Raststätten sind nicht die Schlechtesten, sehr oft sind hinter diesen großeFlächen, die Zufahrt über den Lieferanten, Rettungsweg ist meistens gut, wenig befahren.

Der Vorteil von Ratsstätten ist das man da auch noch etwas „gutes“ zum Essen bekommen kann. Wenn die Tour länger geht kann man auf den meisten Rastplätzen auch Duschen, das gleiche gilt auf den Flugplätzen, da bekommt man auch oft die Möglichkeit, nicht selten bekommt man sogar Quartiere angeboten, das Unterstellen der Ausrüstung ec..

Ansonsten sind Badesee ein gute Anflugstelle, sowie kleine Sportanlagen, da hat man immer die Möglichkeit irgendwie, den Tag und die Nacht zu verbringen, sollte halt auf dem Weg liegen.

Da ich alleine Unterwegs bin ist es recht einfach, da man sich um keinen anderen scheren muss und anders rum auch einen anderen nicht behindert.

Ich habe es gern so, vor allem wird man auch nicht verunsichert, keiner stellt die Entscheidung in Frage, alle Entscheidungen die man trifft muss man selbst kritisch beurteilen und man steht zum Schluss allein in der Verantwortung, ich liebe es, es gibt mir einen gewissen extra Kick und Zufriedenheit.

Da man mit dem Flyke vollkommen unabhängig ist wird’s einem auch nicht langweilig, geht’s nicht zum Fliegen so lässt man es eben und Radelt ein wenig wenn man Lust hat oder bleibt da wo man ist.

Gerne fliege ich Flugplätze an, da hat man dann auch Unterhaltung wenn man sie sucht und nicht selten trifft man auf Gleichgesinnte, die einem dann schon etwas neidisch betrachten, wollten sie es doch auch schon oft so mal machen und ev. fehlt der „Mut“, die Zeit, ja es ist immer etwas da, wo einem aufhält. „Träumen ist etwas anderes als Machen“.

Man wird erst viel Später drauf kommen und sagen, „man hätte ich doch auch mal….“

Unter der Woche ist auf den Sportflugplätzen nicht viel los, es sind die Rentner die da ein wenig rum schrauben und Vereinsarbeiten machen, abhängen, da bringt man dann etwas Abwechslung in den Alltag. Von diesen alten Hasen kann man manch lustige Geschichte hören, auch etwas dazu lernen und sie sind froh wenn sie jemanden Neuen finden der ihnen zuhört.

Selbst wenn es nur 2-3 Tage sind die ich manchmal für mich alleine abzwacken kann bin ich danach ein andere Mensch, es ist immer ein Abenteuer für sich, das man so in der Motorschirm Fliegerei bestimmt nur mit dem Flyke erleben kann.

Alleine ist man auf eine Art nie, es kommen immer wieder Menschen auf einen zu die wissen wollen was man da macht, was man da hat, was man so vor hat ec. ….das war am Anfang schon immer lustig, nun da es für einem selber ja eher schon selbstverständlich ist was man so tut, wird’s nicht selten lästig, zumal wenn man merkt das der Zuhörer eigentlich nichts verstanden hat.

So ist es mir passiert das ich einem „alten“ Mann der mit seinem Mofa auch tankte, alles erklärte wie man fliegt mit dem Flyke, wie man auf der Straße fährt, bla bla bla, als ich Ihm dann sagte das ich nun weiter müsste und mir nach einen Startplatz suchen müsste, machte er große Augen und sagte ganz erstaunt…..fliegen tut das auch? Na da kann man schon mal drüber nachdenken J.

Ich bin fast immer wieder selbständig nach Hause gekommen. Manchmal ist mir mein Schatz hinter hergefahren nach 3 Tagen das wir noch ein anderes, gemeinsames  Ziel hatten.

Wenn alle Stricke reißen würde mein Schatz mich aber auch abholen und wenn es am anderen Ende der Welt wäre, das ist eben Liebe.

Für Leute die keine so liebe Frau zu Hause haben, habe ich hier noch einen Tipp, man könnte sich am Ende der Tour einen Auto, Bus mieten und mit diesem zurück fahren, das wäre bestimmt eine günstige Möglichkeit, ev. günstiger wie Abholen, Bus oder Bahn…..nur so angedacht (die Idee ist von Frank Löscher).

Ich persönlich kann jedem Empfehlen solch kleine Reisen einmal zumachen, sei es wie ich allein oder zu Zweit, Dritt .. man wird schnell erkennen wo der Reiz liegt und die Motorschirmfliegerei mit ganz anderen Augen sehen.

Nochmals kurz gesagt, es ist wichtig das man geht, eine Planung ist nicht nötig, nur gehen muss man und alles andere ergibt sich von ganz allein.

Ich wünsche Euch viel Spaß dabei.

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